Statistiken über das Rauchen

Die Zahl der Tabakkonsumenten in Deutschland geht zurück, dennoch geben 24% also knapp 20 Millionen Deutsche ab 15 Jahren an, aktive Raucher zu sein.

Von den insgesamt 76,5 % der Nicht-Raucher geben 57% an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben, während 19% ehemalige Raucher sind. 60% aller Raucher in Deutschland haben mindestens einmal versucht, aufzuhören.

Auf einer europaweiten Statistik befindet sich Deutschland mit 28% täglich rauchenden Männern und 19% Frauen auf Platz 15. Mit Ausnahme von Norwegen und Schweden rauchen in ganz Europa mehr Männer als Frauen.

Raucherstatistik

Vor allem unter Jugendlichen gibt es aber immer weniger Raucher. Ende der 1990er Jahre haben fast 30% der 12- bis 17-Jährigen geraucht, mittlerweile sind es nur noch ca. 10 %. Zudem rauchten Ende der 1990er Jahre die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen, heute sind es nur noch 1/3 von ihnen. Das durchschnittliche Eintrittsalter betrug 1989 13,4 Jahre, im Jahr 2014 begannen die Jugendlichen durchschnittlich mit 14,8 Jahren an zu rauchen.

 

Zudem gibt es unter den Bundesländern Unterschiede: Hessen hat mit 78,5% den höchsten Anteil an Nicht-Rauchern, während Berlin mit 67% auf dem letzten Platz landet. Generell ist die Zahl der Raucher in Norddeutschland größer als im Süden.

Auch der soziale Status spielt beim Rauchverhalten eine Rolle. Dieser wird anhand der beruflichen Stellung, des Bildungsniveaus und der Finanzsituation gemessen und zeigt, dass Menschen mit einem hohen sozialen Status weniger rauchen als jene mit einem niedrigen sozialen Status.

Von allen Tabakkonsumenten in Deutschland geben 27% an, nur gelegentlich zu rauchen, während 24% jeden Tag bis zu 10 Zigaretten rauchen und etwa 21% täglich 11 bis 19 Zigaretten rauchen. 29% sind starke Raucher, sie konsumieren also am Tag 20 Zigaretten oder mehr.

 

Außerdem steigt der Anteil der täglichen Raucher mit zunehmendem Alter. Allerdings gibt es bei den über 70-Jährigen aufgrund der hohen Zahl der Todesfälle nur noch wenige Raucher.

Im Jahr 2013 starben in Deutschland 121.00 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Somit waren 13,5% aller Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Weltweit starben 2011 knapp 6 Millionen Menschen aufgrund des Tabakkonsums. Jedes Jahr werden deutschlandweit über 20 Milliarden Euro für die durch das Rauchen verursachen Krankheiten ausgegeben.

Nur ein Fünftel aller Lungenkrebstodesfälle ist nicht auf das Rauchen zurückzuführen. Unter Frauen ist die Sterblichkeit aufgrund von Lungenkrebs in den letzten Jahren stark angestiegen und bei Männern ist es bereits seit 1960 die häufigste Krebsart.

 

Raucher sterben durchschnittlich etwa 10 Jahre früher als Nicht-Raucher. Eine Langzeitstudie von über 50 Jahren ergab, dass Tabakkonsumenten, die im Alter von 30 Jahren aufhören zu rauchen, wieder dieselbe Lebenserwartung haben, wie Nicht-Raucher. Wer im Alter von 40 Jahren aufhört, stirbt durchschnittlich 1 Jahr früher, im Alter von 50 Jahren sind es 4 Jahre weniger und bei einem Rauchstopp mit 60 Jahren verkürzt sich das Leben um 7 Jahre.

28% der Nicht-Raucher in Deutschland kommen mindestens einmal die Woche unfreiwillig mit Zigarettenrauch in Kontakt. Bei 15% der Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren rauchen beide Elternteile, bei 43% raucht mindesten ein Elternteil. 67% der 11 bis 17-Jährigen nicht rauchenden Jugendlichen kommen gelegentlich mit Zigarettenrauch in Berührung. 19% der Kinder und Jugendlichen sind regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt.

 

Im Jahr 2012 wurden für Tabakwaren in Deutschland insgesamt 24,3 Milliarden Euro ausgegeben, also 1% weniger als im Vorjahr. Die daraus resultierenden Nettoeinnahmen aus der Tabaksteuer betrugen 1,8% weniger als im Jahr davor, also 14,2 Milliarden Euro.