Psyche im Vorteil bei Nichtraucher

psyche-traurigRauchen schadet nicht nur dem gesamten Organismus, auch die Psyche leidet unter der Sucht. Lange war das seelische Befinden in Bezug auf den Tabakkonsum kaum erforscht. Neue Studien kommen aber zu dem eindeutigen Ergebnis, dass ein Rauchstopp auch das seelische Wohlbefinden fördert. Raucher sind ängstlicher, gestresster und weniger frei als Nicht-Raucher und sie müssen ihre Sucht stets in ihren Alltag mit einplanen. Wissenschaftlichen Studien zufolge geht es sowohl psychisch kranken als auch psychisch gesunden Menschen nach einem Rauchstopp signifikant besser. Die Befürchtung vieler Konsumenten, nach dem Rauchstopp unter Ängsten oder Depressionen zu leiden, ist also unbegründet. Die Entwöhnung hat sogar den gegenteiligen Effekt, auch wenn Ex-Raucher in der Regel anfänglich unter Entzugserscheinungen leiden.

 

Nicht-Raucher sind freier und unabhängiger

Raucher werden von ihrer Sucht kontrolliert und müssen ihren Alltag stets nach ihr richten. Sie sind andauernd damit beschäftigt, Zeit und Orte zu finden, um ihre Sucht zu befriedigen. Raucher müssen oftmals nach draußen ins Kalte, um eine Zigarette zu rauchen oder lange Strecken hinter sich legen, um Tabak kaufen zu können. Außerdem leiden viele Konsumenten an Selbstvorwürfen und an der realistischen Angst, vor den Auswirkungen der Sucht. Raucher werden oft von Familie und Freunden mit den vielen negativen Folgen des Rauchens konfrontiert und sie sind für die diesbezüglichen Sorgen und Ängste ihrer nahestehen Menschen verantwortlich. Somit sind Tabakkonsumenten ständig Stress ausgesetzt, unabhängig davon, ob sie just eine Zigarette geraucht haben oder gerade daran denken, die nächste zu rauchen.

 

Die Verbundenheit von Körper und Psyche

Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Verbundenheit zwischen Körper und Psyche. Dass die Psyche die körperliche Verfassung beeinflusst, ist mittlerweile oft bewiesen und somit auch den meisten Menschen bewusst. Allerdings beeinflusst auch der Körper den Geist: Psychische Beschwerden können durch eine schlechte körperliche Verfassung hervorgerufen oder verstärkt werden. Somit schadet das Rauchen, auch aufgrund der vielen negativen Auswirkungen auf den gesamten Organismus, der Psyche. Konsumenten leiden zusätzlich zu den krebserregenden Substanzen im Tabakrauch an den Mangelerscheinungen, die ihre Sucht hervorruft und die Unterversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen beeinflusst wiederum das psychische Wohlbefinden.

 

Neurobiologie des Gehirns

Nikotin ist außerdem ein Nervengift, das die Nerven schädigt und somit die Wahrscheinlichkeit des Auftauchens psychischer Krankheiten und Verstimmungen erhöht. Die Ausschüttung von sogenannten Glückshormonen wie Dopamin oder Serotonin ist von dem Vorhandensein der Droge abhängig. Somit sind diese Vorgänge beeinträchtigt, denn sie funktionieren nicht mehr auf natürliche Weise.

 

Entzugserscheinungen und Psyche

Ein Rauchstopp kann Entzugssymptome wie Angst, seelische Verstimmung und / oder Agitiertheit führen. Viele Menschen assoziieren die Entwöhnung daher mit psychischen Problemen und Stress und gehen davon aus, dass der Konsum ihr psychisches Wohlbefinden fördert. Wer aber die ersten Entzugserscheinungen übersteht, wird sowohl physisch als auch psychisch schnell von dem Rauchstopp profitieren.