Einstellung zum Rauchen

Rauchen EinstelungssacheFür einen erfolgreichen Rauchstopp ist vor allem die richtige Einstellung wichtig. Viele Menschen, die darüber nachdenken, mit dem Rauchen aufzuhören, lassen sich dann doch aufgrund von gewissen hinderlichen Gedanken davon abbringen. Sie erinnern sich beispielsweise an den Großvater, der ja auch viel geraucht hat und trotzdem sehr alt geworden ist, oder fragen sich, ob es sich nach all den Jahren überhaupt noch lohnt, aufzuhören. Wer sich aber aktiv mit solchen Gedanken auseinandersetzt, schafft gute Voraussetzungen, um sein Vorhaben nachhaltig zu meistern.

Veränderungen beginnen immer im Kopf. Sie können den Rauchstopp als Gewinn an Gesundheit, Lebensqualität und Unabhängigkeit sehen, anstatt als mühsamen Vorsatz und Verzicht.

Im Folgenden können Sie einige der typischen hinderlichen Gedanken finden sowie Tipps dazu, wie Sie ihnen positiv entgegentreten können.

 

Rauchen hilft gegen Stress und entspannt

rauchen-entspanntDass Rauchen gegen Stress hilft, ist ein Trugschluss. Einerseits baut der Tabakkonsum hauptsächlich den Stress ab, der durch das Sinken des Nikotinspiegels entstanden ist, andererseits verursacht er ständig neuen Stress: Denken Sie darüber nach, wie oft Sie sich fragen, wann Sie die nächste Zigarette rauchen können, wo Sie Ihr Feuerzeug gelassen haben oder ob noch genügend Tabak vorhanden ist. Durch das Nikotin wird außerdem Adrenalin freigesetzt und derBlutdruck, die Atem- und Herzfrequenz sowie die Magensaftproduktion steigen.

Das Gefühl der Stressreduktion ist eher auf die eigenen Assoziationen zurückzuführen, da die meisten Raucher beispielsweise Pausen oder eine Belohnung mit der Zigarette verknüpfen. Bei einem Rauchstopp ist es daher wichtig, diese Verknüpfungen zu erkennen, durch andere, gesündere Alternativen zu ersetzen und sie somit wieder aufzulösen.

 

 

Zigaretten steigern die Konzentration

Beim Rauchen wird tatsächlich der Botenstoff Noradrenalin freigesetzt, der die Aufmerksamkeit steigert. Diese Wirkung ist aber nur temporär und lässt schnell wieder nach und die Konzentration sinkt sogar unter das eigentliche Niveau. Bald denken Sie wieder an die nächste Zigarette und lassen sich von dem ablenken, was Sie eigentlich vorhatten. Durch einen Rauchstopp kann dieser Kreislauf durchbrochen werden und Sie können lernen, sich auch ohne den Tabakkonsum zu konzentrieren.

 

 

Rauchen schmeckt aber so gut!

Schmeckt Ihnen das Rauchen wirklich und wonach schmeckt es eigentlich? Mundet es Ihnen, wie Ihr Lieblingsessen? Denken Sie an Ihre erste Zigarette und daran, wie lang es gedauert hat, bis Ihnen davon nicht mehr schlecht und schwindelig geworden ist. Sie haben sich lediglich an den Geschmack gewöhnt und durch den Konsum Ihren Geruchs- und Geschmackssinn mit der Zeit betäubt.

Bereits zwei Tage nach dem Rauchstopp verbessern sich Ihr Geruchs- und Geschmacksempfinden wieder. Nach einer Weile werden Sie merken, wie viele Dinge, die wirklich schmecken, Ihnen die ganze Zeit über entgangen sind.

 

Ich schaffe das eh nicht!

versagerUnabhängig davon, wie viele Jahre Sie schon rauchen: es haben schon unzählige andere Menschen geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Wieso sollten Sie es also nicht schaffen? Mit der richtigen Vorbereitung und Motivation können Sie den Rauchstopp endlich einleiten. Sobald Sie Ihren Entschluss gezogen haben, können Sie Ihren Ausstieg mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erleichtern. Eine professionelle Hilfe kann Ihnen helfen, von der psychischen Abhängigkeit loszukommen und Nikotinersatzmedikamente lindern Ihre Entzugssymptome. Sie können auch mit ehemaligen Rauchern sprechen, von Ihnen erfahren, wie sie es geschafft haben und sich durch sie ermutigen.

 

 

Ich habe schon einmal einen Versuch gewagt und er ist gescheitert. Warum sollte es also diesmal funktionieren?

Viele Raucher probieren es einmal aufzuhören und lassen sich entmutigen, wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt. Dabei erhöht jeder Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, die Chancen auf den Erfolg, es beim nächsten Mal hinzubekommen. Denken Sie daran, dass bereits ein Tag des Nicht-Rauchens Ihren Körper erholt und die Verknüpfungen des Rauchens mindert. Außerdem wissen Sie nach jedem gescheiterten Versuch genauer, welche Situationen, Tätigkeiten oder Schlüsselreize Sie in Versuchung führen und Sie können sich beim nächsten Anlauf davor wappnen. Zudem können Sie eine neue Methode ausprobieren, denn für jeden Raucher ist eine andere Methode Erfolgsversprechender.

 

 

Lieber weniger Jahre leben dafür aber richtig!

party-rauchenNicht zu rauchen, bedeutet nicht zwangsläufig ein weniger gutes Leben zu führen. Wenn Sie darüber nachdenken, wie sehr Sie das Rauchen körperlich beeinträchtigt, wird Ihnen vielleicht bewusst, dass Sie mit einem Rauchstopp das Leben intensiver wahrnehmen könnten.

Sobald sich Ihre Lunge erholt hat, hält Sie nichts mehr von dem stundenlangem Tanzen ab und alle Gerichte und Getränke schmecken Ihnen mindestens doppelt so gut. Außerdem werden Sie sich mit dem gesparten Geld sehr viele neue Dinge leisten können und somit Ihre Lebensqualität verbessern. Nicht-Raucher haben zudem eine sehr viel geringere Infektionsanfälligkeit, nach dem Rauchstopp werden Sie sich also seltener mit Krankheiten rumschlagen müssen.

 

 

So lange, wie ich rauche, macht es jetzt auch keinen Unterschied mehr

Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter! Eine Langzeitstudie hat ergeben, dass Raucher, die im Alter von 30 Jahren mit dem Rauchen aufhören, wieder dieselbe Lebenserwartung haben, wie auch Nicht-Raucher. Wer mit 40 Jahren aufhört, gewinnt ganze 9 Jahre, im Alter von 50 sind es 6 Jahre und bei einem Rauchstopp mit 60 Jahrenverlängert die Lebenserwartung sich um 3 Jahre.