Selbsthypnose zum Rauchen aufhören

Hypnose

Rauchen führt sowohl zu einer physischen als auch zu einer psychischen Abhängigkeit und viele Konsumenten haben vor allem aus letzterem Grund große Schwierigkeiten, damit aufzuhören. Es ist wissenschaftlich belegt, dass derNikotinentzug maximal drei Tage nach dem Rauchstopp aufhört und folglich wieder der physiologische Ausgangszustand eines Nicht-Rauchers erreicht wird. Treten weiterhin Beschwerden auf, handelt es sich nun um den psychischen Suchtfaktor. Tabakkonsumenten können lernen, sich selbst zu hypnotisieren, sich also selbst in einen Trance-Zustand zu versetzen, um die bewussten und unbewussten Gründe für das Rauchen klarer zu erkennen und anschließend beseitigen zu können. Die Wirksamkeit der Selbsthypnose ist in Bezug auf eine Rauchentwöhnung nicht belegt, viele Menschen berichten jedoch, dass sie diese Behandlungsmethode als hilfreich empfunden haben.

 

Was ist die Selbsthypnose?

 

Das Verfahren, um einen tief entspannten Wachzustand zu erreichen, wird Hypnose genannt. Die Person, die einen anderen Menschen hypnotisiert nennt sich Hypnotiseur, während die Person, die hypnotisiert wird als Hypnotisand, der Zustand als Trance und das Verfahren als Hetero- oder Fremdhypnose bezeichnet werden. Übernimmt jemand beide Rollen, so spricht man von einer Auto- oder Selbsthypnose. Die Wirksamkeit von Fremd- und der Selbsthypnosen im Generellen ist wissenschaftlich sehr gut belegt und die Veränderungen können insbesondere durch Elektroenzephalographien (EEG) und Kernspinresonanztomographien (MRT) klar nachgewiesen werden. Zur Wirksamkeit in Bezug auf den Rauchstopp gibt es allerdings noch keine ausreichenden Nachweise. Hypnosen können bereits nach wenigen Sitzungen einen Erfolg erzielen und werden unter anderem zur Behandlung von Suchtkrankheiten, bei Schlafstörungen oder zum Stressabbau angewandt. Der Einsatz von Hypnosen in der Psychotherapie und in der Medizin ist gesetzlich geregelt und wird von den deutschen Krankenkassen anerkannt.

 

Wie wirkt die Selbsthypnose

 

Die Wirkung von Hypnose bzw. Selbsthypnose ist wissenschaftlich noch nicht vollständig abgeklärt. Studien zufolgekommunizieren die Verbände von Nervenzellen im Zustand der Trance nicht mehr miteinander. So kann eineDissoziation bzw. Verknüpfungen von Gewohnheiten abgeschaltet werden. Hypnotisanden können dadurch Schlüsselreize und Assoziationen, die sie mit dem Rauchen verbinden, aufheben. Zudem wechselt die Hirnaktivität vom Beta- in den Alpharhythmus und gegebenenfalls in Theta-Frequenz, wodurch eine Entspannung erleichtert und die Konzentration erfolgreicher nach Innen gelenkt werden kann. Neuen Untersuchungen zufolge, ist es mit der Hypnose möglich, die Wahrnehmung des Gehirns zu beeinflussen und in einen Aktiven Zustand zu versetzen. Somit kann die veränderte Wahrnehmung auch nach der Hypnose beibehalten werden. Die Selbsthypnose stellt eine Hilfestellung für die Veränderung eines besonderen Zustandes dar. Der Betroffene kann im Zustand der Trance Probleme aus anderen Blickwinkeln betrachten und bewerten sowie einen neuen, lösungsorientierten Weg finden.

 

Selbsthypnose lernen

 

Sie können die Selbsthypnose etwa von einem spezialisierten Psychologen, mithilfe eines Buchs oder mit der Unterstützung von einem Video bzw. einer Audiodatei lernen. Während der Selbsthypnose können Sie beispielsweise durch Visualisierungen erwünschte Verknüpfungen im Gehirn erzeugen, mentale Anker setzen und tägliche Verhaltensmuster beeinflussen, das vegetative Nervensystem kontrollieren und sich intensiver an die Zeit und Lebensqualität vor dem Rauchen erinnern. Durch das Setzen von mentalen Ankern können sich Raucher zum Beispiel vorstellen, einen Kaffee zu trinken ohne dabei eine Zigarette zu rauchen. Wie auch bei der Visualisierung werden durch diese Vorstellungen nach einiger Zeit neue Verknüpfungen im Gehirn geschaffen, sodass es im Nachhinein leichter ist, diese in die Tat umzusetzen. Im Zustand der Trance können Sie sich außerdem intensiv auf Ihr vegetatives Nervensystem konzentrieren, wodurch Sie Ihre Körperfunktionen beeinflussen können. Somit können beispielsweiseEntzugserscheinungen gelindert werden.