Alles über Nikotinpflaster

pflasterNikotinpflaster können die Erfolgswahrscheinlichkeiten eines Rauchstopps erhöhen, da sie über eine Klebe- bzw. Membranschicht kontinuierlich Nikotin an den Verwender abgeben und somit einen anhaltenden Nikotinspiegel erzeugen. Vor allem mittelstarken bis starken Rauchern fällt es dadurch leichter, die Entzugserscheinungen in der Anfangszeit zu überstehen. Nikotinpflaster sind in unterschiedlichen Stärken erhältlich und geben ihren Wirkstoff, also das Nikotin, über eine entsprechende Zeit in den Blutkreislauf ab. Somit dämpfen Sie das Rauchverlangen und die Entzugssymptomatik kontinuierlich.

Sie werden in der Regel morgens auf die Haut geklebt und nach 16 oder 24 Stunden entfernt bzw. ersetzt. Nach Anbringen des Pflasters dauert es etwa 30 bis 60 Minuten, bis der gewohnte Nikotinspiegel erreicht ist. Somit eignen sie sich also nicht für heftige, spontane Attacken des Rauchverlangens.

 

Vor- und Nachteile von Nikotinpflastern

 

Den meisten Rauchern fällt das Aufhören insbesondere aufgrund der psychischen Abhängigkeit sehr schwer. Durch Nikotinpflaster können Konsumenten die diversen psychischen Suchtfaktoren wie die Assoziationen mit dem Rauchenunterbinden, ohne gleichzeitig starke Entzugserscheinungen zu erleiden. Außerdem hat Nikotin in seiner reinen Form und durch die langsamere Entfaltung bei einem Pflaster ein sehr viel geringeres Suchtpotential als das Rauchen. Dennoch bleibt die Nikotinabhängigkeit durch die Anwendung von Nikotinpflastern vorerst bestehen.

Wer statt des Rauchens Nikotinpflaster benutzt, verzichtet aber auch auf viele andere Giftstoffe, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen. Es werden zudem verschiedene Organe geschützt, da der Wirkstoff über die Haut in das Blutgefäßsystem gelangt und nicht vorzeitig in der Leber oder im Magen-Darm-Trakt abgebaut werden muss.

Nikotinpflaster geben in der Regel anfangs mehr von ihrem Wirkstoff frei, als zum Ende ihrer Anwendungszeit. Durch diese nicht vollkommen konstante Geschwindigkeit der Nikotinabgabe kann es Zeitweilig zu stärkeren Entzugserscheinungen kommen. Aufgrund der verzögerten und inkonstanten Wirkstofffreisetzung müssen Anwender die Therapie gegebenenfalls mit anderen, schneller wirkenden Präparaten wie beispielsweise Nikotinkaugummis oder Nikotinlutschtabletten ergänzen. Wie auch alle anderen Nikotinersatzpräparaten, können Pflaster Nebenwirkungen hervorrufen.

Zu ihnen zählen meist harmlose Symptome wie Herzklopfen, Hautreizungen oder Magen-Darm-Probleme. Die Pflaster sind somit nicht für Personen, die an Hautkrankheiten leiden, geeignet. Ein weiterer Vorteil von Nikotinpflastern ist, dass die Konsumenten damit im Gegensatz zum Rauchen nicht den Menschen in ihrer Umgebung schaden.

 

Anwendung, Dosierung und Dauer

 

Nikotinpflaster sind zwar nicht Rezeptpflichtig, sie können aber nur in Apotheken gekauft werden, da eine falsche Anwendung hohe Risiken mit sich bringen kann. Es gibt Nikotinpflaster mit einer Anwendungsdauer von 16 Stunden, die nur über den Tag getragen werden und welche die über 24 Stunden ihre Wirkung entfalten. Letztere sind vor allem für starke Raucher geeignet und können stärkere bzw. häufiger Nebenwirkungen hervorrufen. Dafür wird bei ihnen aber auch dem morgendlichen Verlangen nach Nikotin entgegengewirkt und sie sind daher für Menschen zu empfehlen, die es gewohnt sind, kurz nach dem Aufstehen zu rauchen.

Nikotinpflaster sind zudem in unterschiedlichen Größen bzw. mit verschiedenen Nikotinmengen erhältlich. Je nach Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten, sollte eine andere Dosierung gewählt werden. Es ist sinnvoll die richtige Dosis und Dauer der Anwendung mit einem Arzt abzusprechen. Nikotinpflaster mit einer Anwendungsdauer von 16 Stunden sind in Dosierungen von 10, 15 und 25 Milligramm erhältlich.

Personen, die 20 Zigaretten oder mehr am Tag geraucht haben, sollten zum Beispiel acht Wochen lang Pflaster mit 25 Milligramm Nikotin anwenden, die Dosis in den nächsten 14 Tagen auf 15 Milligramm und anschließend auf 10 Milligramm Nikotin reduzieren. Weniger starke Raucher können zwei Monate lang 15-Milligramm-Pflaster nutzen und die Dosierung anschließend für einen Monat auf 10 Milligramm verringern.

Alle Arten der Nikotinpflaster müssen auf eine saubere, trockene und haarlose Stelle am Körper geklebt werden.

Dafür eignet sich in der Regel der Oberkörper, Oberarm oder die Hüfte. Es empfiehlt sich, täglich eine andere Stelle für das Aufkleben des Pflasters zu nutzen, um das Auftreten von Hautirritationen zu vermeiden bzw. zu lindern.