E-Zigarette um mit dem Rauchen aufzuhören?

e-ZigaretteImmer mehr Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, greifen zur E-Zigarette. Allerdings sind sowohl die gesundheitlichen Auswirkungen als auch die Erfolgschancen für einen Rauchstopp umstritten.

Für ein genaueres Verständnis der bekannten und noch ungeklärten Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der zwei Zigarettenarten, werden im Folgenden erst einmal die wichtigsten Fachbegriffe von E-Zigaretten genannt und beschrieben.

Aufbau und Begriffe von E-Zigaretten

E-Zigaretten bestehen aus einem Mundstück, einem sogenannten Verdampfer-Kopf, einem Akku, einer Verdampfer-Kammer sowie einem Tank, in den das sogenannte Liquid eingefüllt wird. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette, wird bei der E-Zigarette das Liquid im Verdampfer-Kopf bei 65 bis 120° C vernebelt und nicht verbrannt. Daher wird der Konsum von E-Zigaretten auch Dampfen und nicht Rauchen genannt.

 

Der Dampf der E-Zigarette entsteht durch das Erhitzen des eingefüllten Liquids, welches in der Regel aus Propylenglycol, Glycerin, Wasser und geringen Teilen von Lebensmittelaromen besteht. Je nach Bedarf kann das Liquid bzw. der Dampf zudem entweder keine oder unterschiedliche Mengen an Nikotin sowie Aromastoffen enthalten. In Deutschland werden gebrauchsfertige Liquids mit maximal 20 Milligramm Nikotin je Milliliter angeboten.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Liquid aus einzelnen Liquidbasen selber zusammenzumischen. Liquid mit unter 18 Milligramm Nikotin je Millimeter fällt nicht in die Gefahrenklasse für akute Toxizität.

 

E-Zigarette vs. herkömmliches Rauchen

Da E-Zigaretten noch relativ neu sind, gibt es noch nicht ausreichende Forschungen, um die gesundheitlichen Auswirkungen einschätzen zu können. Tabak und Liquid haben zwar ähnliche Inhaltsstoffe, der Dampf der E-Zigarette und der Rauch einer Tabak-Zigarette unterscheiden sich dennoch. Da herkömmliche Zigaretten den Tabak bei hohen Temperaturen verbrennen und E-Zigaretten das Liquid bei sehr viel geringeren Temperaturen verdampfen, werden nur bei ersterem die Substanzen molekular verändert.

Beim Verbrennungsprozess entstehen somit zusätzliche chemische Substanzen, die sich beim Dampfen nicht entwickeln. Zahlreiche Experten sind daher der Ansicht, dass das Rauchen von E-Zigaretten viele vom Tabak-Rauchen verursachte Krankheiten eliminieren kann. Trotzdem ist das Dampfen sowohl mit als auch ohne Nikotin mit Sicherheit gesundheitsschädlich.

 

Folgende sind die nachgewiesenen, kurzfristigen Folgen von E-Zigaretten

  • ausgeprägte Atemwegseinengungen
  • Trockener Husten
  • Stickoxide in der ausgeatmeten Luft sinken ab (Hinweis auf Entzündungsvorgänge in den Bronchien)
  • Reizungen in Mundraum und Rachen

 

 

Mögliche Nachteile von E-Zigaretten

Da das Dampfen bereits kurzfristig zu Atemwegreizungen führt, ist anzunehmen, dass der dauerhafte Konsum weitere Schädigungen verursachen kann. Möglicherweise hat das im Liquid enthaltene Propylenglykol außerdem schädliche Auswirkungen auf die Fortpflanzung. Befindet sich Nikotin im Liquid, ist zudem die Abhängigkeitsgefahr genauso hoch wie beim Rauchen einer Tabak-Zigarette und es kann ebenfalls zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.

Außerdem gibt es derzeit noch keine einheitliche Regulierung bzw. Qualitätskontrollen, weshalb auch nicht sichergestellt werden kann, dass sich im Liquid nicht zusätzliche, schädliche Inhaltsstoffe befinden, als die angegebenen.

Auch die übrigen Bauteile der E-Zigaretten unterliegen keiner besonderen Kontrolle, wodurch es zu einer ungleichmäßigen Freisetzung von Inhaltsstoffen sowie vermehrt zu Vergiftungserscheinungen und Verletzungen kommen kann.

 

 

Vorteile in der Anwendung von E-Zigaretten

Abgesehen von den ungeklärten gesundheitlichen Auswirkungen der E-Zigaretten, schätzen viele Menschen einige anderen Möglichkeiten, die das Dampfen im Gegensatz zum Rauchen bietet. An erster Stelle ist die variierbare Nikotinmenge zu nennen. Hierdurch können Raucher das Nikotin nach und nach minimieren uns somit ihre Entzugserscheinungen verringern sowie die Erfolgschancen des Rauchstopps erhöhen.

Ein weiterer Vorteil ist die beliebige Menge an Zügen, die beim Dampfen von E-Zigaretten ermöglicht wird. Ist eine Tabak-Zigarette erst einmal angezündet, muss sie entweder vollständig aufgeraucht oder vorzeitig weggeworfen werden, während E-Zigaretten die Möglichkeit bieten, beispielsweise nur einen Zug zu nehmen. In der Regel konsumieren Dampfer dadurch weniger als Raucher und sie sparen außerdem Geld.

Derzeitigen Studien zufolge, scheint das Dampfen von E-Zigaretten zudem in Punkto Passivrauchen vorteilhafter als das herkömmliche Rauchen zu sein, denn bisher konnten beim Dampfen der E-Zigaretten keine messbaren Schadstoffe in der Umgebungsluft nachgewiesen werden. Ein klarer Nachteil der Tabak-Zigaretten ist aber auch, dass bei ihnen in den Rauchpausen der sogenannte, schädliche Nebenstromrauch freigesetzt wird.